Mo

19

Jan

2015

Kommende Vorträge in der Reihe "Gegenwartskultur und Kritische Theorie"

Bis zum Ende des Semesters beschäftigen wir uns noch an vier Abenden mit Gegenwartskultur und Kritischer Theorie:


Do, 22.01.15: Susanne Martin und Christine Resch Kulturindustrie und Sozialwissenschaften

Mi, 28.01.15: Melanie Schreiber Widerspenstigkeit in der Kulturindustrie

Mi, 04.02.15: Heinz Drügh Supergeil - Ästhetik des Supermarkts

Mi, 11.02.15: Abschlussworkshop


jeweils um 18h im Raum NG 1.741a (Nebengebäude des IG-Farben-Hauses), IG-Farben-Campus

Weitere Infos finden sich hier, die Aufzeichnungen der bisherigen Vorträge hier.

Di

11

Nov

2014

Progressismus, Historizismus und Opportunismus

Ad Walter Benjamins Thesen zum Begriff der Geschichte

Vortrag mit Stefan Gandler (Mexiko)

Di, 25.11.2014, 18h; Raum: IG Nebengebäude NG 701 (IG-Farben-Campus)

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Fr

03

Okt

2014

Vortragsreihe Gegenwartskultur und Kritische Theorie

In diesem Wintersemester veranstaltet der Arbeitskreis Kritische Theorie Frankfurt eine Vortragsreihe zur Gegenwartskultur. Die Vorträge sollen dazu beitragen, das Spannungsverhältnis von Emanzipation und Integration, in dem sich Kultur in der gegenwärtigen Gesellschaft verorten lässt, zu untersuchen. Sie sollen zu einer Neuverhandlung der gesellschaftlichen Bedeutung von (Populär-)kultur aus der Perspektive einer Kritischen Theorie der Gesellschaft beitragen.

 

Eine Übersicht mit Ankündigungstexten und Angabe der Räumlichkeiten findet sich hier.

 

Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr

 

Mo, 20.10.2014:  Andreas Wiebel

Kann Kunst heute noch Kritik?

Adornos Ästhetische Theorie und die Herausforderungen ihrer erneuten Lektüre


Mi, 05.11.2014: Eric Bauer 

Zum Erkenntnisgehalt Freier Musik oder: Machine Gun


Mi, 12.11.2014: Roger Behrens

Spektakel, Nihilismus, Dschungelcamp, Gegenwartskunst, Selfies, Ende 

Thesen zur Kulturindustrie heute


Mi, 19.11.2014: Jonas Engelmann

Luftmenschen in Odessa – Joann Sfars jüdische Comicbildwelten


Mi, 03.12.2014: Max Pichl

I got the shotgun - Recht und Popkultur


Mi, 10.12.2014: Marlon Lieber

Neoliberalismus als ästhetisches Problem

Motive kritischer Ästhetik in Walter Benn Michaels’ Fotografietheorie


Mi, 14.01.2015: Felix Riedel 

Gaming theory? Kritische Reflexionspotentiale in Games


Do, 22.01.2015: Susanne Martin und Christine Resch

Kulturindustrie und Sozialwissenschaften

 

Mi, 28.01.2015: Melanie Schreiber

Widerspenstigkeit in der Kulturindustrie

Lesarten populärer Kultur aus Perspektive der Cultural Studies

 

Mi, 04.02.2015: Heinz Drügh

Supergeil - Ästhetik des Supermarkts


Mi, 11.02.2015: Arbeitskreis Kritische Theorie

Workshopabend Gegenwartskultur

 

 

Mi

06

Aug

2014

Offener Brief des Arbeitskreises Kritische Theorie zu den Umbenennungen auf dem IG-Farben-Campus der Universität Frankfurt

Der studentische Arbeitskreis Kritische Theorie begrüßt die Umbenennung des Grüneburgplatzes in Norbert-Wollheim-Platz, wie auch die Festschreibung, das IG-Farben-Haus offiziell so zu benennen. Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt für die Auseinandersetzung mit der Geschichte des neuen Standortes der Universität. Die Umbenennung der Lübeckerstraße in Max-Horkheimer-Straße und des Campusplatzes in Adornoplatz lehnen wir hingegen ab.

Max Horkheimer war nach dem Zweiten Weltkrieg Rektor der Universität Frankfurt und maßgeblich an deren Gestaltung beim Wiederaufbau beteiligt. Seine Vision der Universität war eine freiheitlich-humanistische und aufklärerische; für eine Bildung ausgerichtet auf Demokratieerziehung, Partizipation und Offenheit. Auch auf sein Anliegen hin war das Studierendenhaus auf dem alten Campus in Bockenheim in dessen Zentrum gebaut worden, damit die Studierenden im gemeinsamen Austausch mit sich und der Stadt um sie herum Demokratie erlernen.

Horkheimer formulierte bei der Eröffnung des Studierendenhauses am 21. Februar 1953 seine Vision von Universität: „Wenn der Akademiker heute eine gesellschaftliche Sonderstellung einnimmt, so ergibt sie sich daraus, daß er an der Wahrheit Geschmack gefunden hat, und daß er deshalb womöglich unversöhnlicher der geistigen und leiblichen Versklavung gegenübersteht, wo immer sie stattfindet; daß er gegen Lüge, Unrecht, Willkür womöglich noch sensibler ist als andere. Diese Eigenart zu fördern gehört zur Erziehungsaufgabe der Universität, und ihr dient auch das neue Studentenhaus.“

Der neue, eingezäunte Campus, auf dem Studierende auf dem Weg zur Fachqualifikation durchgeschleust werden und wo das noch nicht einmal errichtete Studierendenhaus am äußersten Rand platziert wurde, entspricht in keinster Weise diesem Bild. Eine mit Schranken ausgestattete Zulieferungsstraße auf diesem Campus wäre weder der Person Max Horkheimer, noch seinem Engagement, noch seinem Denken angemessen.

Noch problematischer sehen wir die Umbenennung des Campusplatzes zwischen Hörsaalzentrum und Casinoanbau in Adornoplatz. Dieser Platz wird im Studierendenumfeld spöttisch „Appellplatz“ genannt, da er steril und dysfunktional ist. Als Ort zum Verweilen bietet er sich nicht an, da der Großteil des Platzes weder Sitzmöglichkeiten noch Schutz vor der Witterung bietet. Dieser Platz ist damit kein Ort, an dem Reflexion und lebendige Debatten stattfinden können und seine Ästhetik entspricht einem neoklassischem Stil; jenem Stil der 30er, der den Nationalsozialisten so gut in die Hände gespielt hat .

Der zentrale Blickfang dieses Platzes ist eine Skulptur mit dem Titel „Body of Knowledge“, die die Universität als Ansammlung „leeren“ Wissens symbolisiert, welches auf Formeln und Fakten reduziert ist. Damit verkörpert sie eben nicht Adornos Bildungsbegriff. In der Theorie der Halbbildung kritisiert Adorno genau jenes oberflächliche Wissen, welches nur instrumentellen Zwecken und Anpassung dient.

Des Weiteren ist diese Skulptur gestiftet von einer Erbin der Familie Quandt, deren Vermögen auf der Zwangsübernahme jüdischer Firmen im dritten Reich fußt. Den Platz, auf dem die aus dieser Familien-Stiftung finanzierte Skulptur steht, nach einem Mann zu benennen, der zu jener Zeit gezwungen war, aus Deutschland ins Exil zu fliehen, ist mehr als unglücklich

In Bockenheim gibt es bereits einen Adornoplatz mit einem Denkmal, welches versucht sich Adornos Denken künstlerisch anzunähern. Aus der Presse erfuhren wir, dass bereits eine Verlegung dieses Denkmals angedacht ist. Wir finden, dass dieses Denkmal besser dort bleiben sollte, wo es ist – in der Nähe des Ortes von Adornos Wirken und Leben.

Dass die Universität eine Verlegung des Denkmals wünscht, ist für uns nicht nachvollziehbar. Da eine Auseinandersetzung mit der Kritischen Theorie sowie mit kritischen Wissenschaften generell derzeit an der Universität Frankfurt nur eine äußerst marginale Rolle spielen, erscheint es als unwahrscheinlich, dass es bei der Verlegung des Denkmals und den Umbenennungen tatsächlich um eine Honorierung der Kritischen Theorie gehen soll. Vielmehr scheint es, als möchte sich die Universität Frankfurt den prestigeträchtigen Teil ihrer Bockenheimer Vergangenheit zu Imagezwecken mit auf den neuen Campus transferieren.

Den beiden Gesellschaftstheoretikern wäre es wohl lieber gewesen, wenn wir ihre Schriften heute lesen würden, anstatt Plätze nach zu ihnen benennen. So wäre eine stärkere Verankerung der Kritischen Theorie in den Curricula, statt die Namen ihrer Vertreter als Markenzeichen zu benutzen, die bessere Alternative. Um es mit Adornos Worten zu formulieren: „Erinnerungen lassen sich nicht in Schubladen und Fächern aufbewahren, sondern in ihnen verflicht unauflöslich das Vergangene sich mit dem Gegenwärtigen" (Minima Moralia).

Wollte die Universität das Vermächtnis Adornos und Horkheimers im Rahmen ihres 100. Jubiläums wirklich honorieren, würden wir Folgendes anregen: Zu Beginn des nächsten Jahres (und im gleichen Semester wie das 100. Jubiläum der Universität) jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 70. Mal. Auschwitz war für das Denken Adornos und für seine Vorstellung von Bildung und Erziehung prägend. Daher fänden wir eine präsente Anbringung seines Zitates: "Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, scheint mir die allererste an Erziehung“ (Erziehung zur Mündigkeit) auf dem Campus sinnvoller und richtiger, um uns mit seinen Worten an den Zweck universitärer Praxis zu erinnern. Dabei geht es uns nicht um eine Musealisierung des Adornischen Diktums. Vielmehr wäre es auf diesem Wege daran eine akademische Bildung einzufordern, die Lehrende und Studierende zu einem aktiven und widerständigen Denken befähigt, denn die "einzig wahrhafte Kraft gegen das Prinzip von Auschwitz wäre Autonomie [...]; die Kraft zur Reflexion, zur Selbstbestimmung, zum Nicht-Mitmachen“ (Erziehung nach Auschwitz).

Do

10

Jul

2014

Beiträge für die Vortragsreihe „Gegenwartskultur und Kritische Theorie“ gesucht!

 

Der permanente Zugang zu Medien und die Omnipräsenz von massenkulturellen Produkten sind aufgrund der aktuellen technischen und gesellschaftlichen Entwicklung zu einem bestimmenden Faktor der gegenwärtigen Kultur geworden.

Die Auseinandersetzungen Kritischer Theorie mit Phänomenen der Massen- und Populärkultur wie die Kulturindustriethese von Adorno und Horkheimer und die Analyse technisch reproduzierbarer Kunstwerke durch Walter Benjamin sind vor Jahrzehnten verfasst worden und bedürfen angesichts der aktuellen Entwicklungen einer Aktualisierung. Eine Neuverhandlung der gesellschaftlichen Bedeutung von Populärkultur aus der Perspektive einer Kritischen Theorie der Gesellschaft ist daher dringend notwendig.

Dabei gilt es vor allem das Spannungsverhältnis von Emanzipation und Integration, in dem sich Kultur in der gegenwärtigen Gesellschaft verorten lässt, zu untersuchen. Das heißt, das nicht nur der von Adorno und Horkheimer attestierte affirmative Charakter kulturindustrieller Phänomene und damit die fortschreitende Integration des Individuum in das Bestehende einer kritischen Analyse bedarf, sondern auch nach potentiell emanzipatorischen oder immanent kritischen Momenten in der Populärkultur gefragt werden muss.

Die möglichen Dimensionen dieser Fragestellung sind vielfältig: Kann einerseits allgemein nach dem Verhältnis von Kunst, Kultur und Gesellschaft in der Gegenwart und der Rolle von aktuellen Entwicklungen in Technik und Medien bei diesem gefragt werden, lässt sich die Frage auch an konkreten populärkulturellen Phänomenen wie beispielsweise Fernsehserien, Musikvideos oder Comics festmachen. Auch die Produktionsbedingungen im heutigen Kulturbetrieb und eine Analyse des Verhältnisses von Kulturprodukten und ihren Rezipienten bedürfen einer näheren Betrachtung.


Zur Auseinandersetzung mit dieser Thematik plant der studentische Arbeitskreis Kritische Theorie Frankfurt für das Wintersemester die universitär geförderte Vortragsreihe „Gegenwartskultur und Kritische Theorie“. Die Vorträge sollen wöchentlich stattfinden. Für die Vortragenden werden Fahrtkosten übernommen und ein Honorar von 200 Euro gezahlt.

 

Vorschläge bitte in Form eines kurzen Abstracts inklusive Arbeitstitel des Vortrags bis zum 31. Juli an akkt@hotmail.de senden.

Fr

30

Mai

2014

Kritische Theorie und Populärkultur

Nachdem wir im Wintersemester einen Lesekreis zum Thema "Kritische Theorie und Studierendenbewegung" angeboten haben, widmen wir uns in diesem Semester einem eigenen Forschungsvorhaben.

 

Das Anliegen dieses Vorhabens ist der Versuch einer Formulierung einer Kritischen Theorie der Populärkultur. Die These, die wir voranstellen möchten, soll folgende sein: Populärkultur befindet sich in einem spezifischen Spannungsverhältnis von Emanzipation und Integration.

Die Beschaffenheit eben dieses Spannungsverhältnisses gilt es zu untersuchen. Die affirmative Wirkung der Populärkultur wird von Adorno und Horkheimer in den Studien zur Kulturindustrie beschrieben. Sie erscheint hier als Teil des gesellschaftlichen Verblendungszusammenhangs. Die Kulturindustrie beraube das Individuum seiner Kritikfähigkeit, da es den Einzelnen auf die bloße Konsumentenrolle reduziere und mit Trivialitäten und Nichtigkeiten abspeise. Der Populärkultur wird also die Funktion der Manipulation und Herrschaftsstabilisierung zugeschrieben. Als solche treibe sie die Integration der Gesellschaft voran. Unbeachtet bleibt dabei jedoch die Frage, inwiefern Popkultur, dem entgegensetzt, über Momente des Emanzipatorischen und der Befreiung verfügt. Kann es nicht auch einem modernen Science-Fiction-Film oder einem auf youtube veröffentlichten Musikvideo – zumindest partiell – gelingen die Widersprüche der Gesellschaft „zum sprechen zu bringen“ (genau das sei nach Adorno das Merkmal eines autonomen Kunstwerkes)?

 

Anspruch unserer Analyse ist es, Forschung im Sinne Kritischer Theorie zu betreiben. Dieser Anspruch soll zum einen durch ein enge Verquickung von Theorie und Empirie eingelöst werden. Zum anderen soll die Analyse auf dreierlei Ebenen angesiedelt werden. Um das in der Kritischen Theorie zentrale Verhältnis von Allgemeinen und Besonderen nicht aus den Augen zu verlieren, wollen wir erstens auf einer gesellschaftstheoretischen Ebene die Frage stellen, wie sich das Verhältnis von Kunst, Kultur und Gesellschaft darstellt und wodurch sich die gegenwärtige Kultur, insbesondere im Spiegel neuer technischer Entwicklungen wie dem Internet, auszeichnet.

Zweitens wollen wir einzelne populärkulturelle Erscheinungen unter die Lupe nehmen. Hier wäre beispielsweise die Untersuchung von Musikvideos mit Mitteln der Filmanalyse denkbar. Und Drittens soll auch der Aspekt der Vermittlung zwischen Individuum und Kultur sowie zwischen Individuum und Gesellschaft nicht außer Acht gelassen werden. Welche Auswirkung hat beispielsweise der Konsum einer Vorabendserie auf das Bewusstsein des_der Rezipient_in? Und wie beeinflusst dies wiederum das Verhältnis von Subjekt und Gesellschaft?

 

Unser Anspruch ist es nicht, auf die aufgeworfenen Fragen umfassende Antworten zu finden und zu formulieren. Vielmehr möchten wir Bruchstücke beitragen zum Verständnis und zur Bewertung eines gesellschaftlich höchst relevanten Phänomens. Diesem Anspruch möchten wir auch formal gerecht werden: Statt eines umfassenden Forschungsberichts, wie er im Forschungsbetrieb Usus ist, wollen wir am Ende eine Sammlung aus kurzen Fragmenten und Essays veröffentlichen, in denen wir die Erkenntnisse, die wir uns während der nächsten Monate erhoffen, auf vielfältige Weise wiedergeben werden.

 

Do

22

Mai

2014

Marktplatz der Kritischen Arbeitskreise

Ihr trefft uns morgen beim Marktplatz der kritischen Arbeitskreise!

 

Der Marktplatz der kritischen Arbeitskreise findet im Rahmen der Aktionswoche gegen Unterfinanzierung der Universitäten statt. Es stellen sich die kritischen studentischen Arbeitskreise an der Uni Frankfurt vor und laden zum Mitmachen ein.

 

Ort: IG-Farben Haus Foyer

Zeit: 16:00 Uhr

Mo

07

Apr

2014

Susanne Lettow übernimmt Gastprofessur für kritische Gesellschaftstheorie

Susanne Lettow übernimmt ab diesem Semester die Gastprofessur für kritische Gesellschaftstheorie am FB 03 der Uni Frankfurt. Sie ist damit, nach Alex Demirovic, die zweite Inhaberin der Gastprofessur, die jährlich neu vergeben wird.

 

 

Wir haben unsere Veranstaltungsübersicht dementsprechend ergänzt.

Mi

04

Dez

2013

Buchvorstellung von "Frankfurter Fragmente - Essays zur kritischen Theorie"

Montag 9.12.2013, 18h, Raum Cas. 1.811, I.G.-Farben-Campus


Der Arbeitskreis Kritische Theorie lädt ein zur Buchvorstellung von "Frankfurter Fragmente - Essays zur kritischen Theorie" mit dem Autor Stefan Gandler und drei Kommentator*innen: Stephan Bundschuh (HS Koblenz), Susanne Martin (Uni Gießen) und Gabriele Neuhäuser (Uni Landau).

Über das Buch:
Das Institut für Sozialforschung entstand 1923 entgegen aller in Deutschland bestehenden universitären Logik. Der im 20. Jahrhundert einzigartigen Arbeitsgruppe war es um Alltagsfolgen der Widersprüche warenproduzierender Gesellschaften zu tun. Eine ideologiekritische Fragestellung vereinte Philosophen, Soziologen, Historiker, Philologen, Ökonomen, Juristen und Psychologen: warum existiert die kapitalistische Reproduktionsweise – trotz offenkundiger Dysfunktionalität – weiter und findet immer massivere Unterstützung? Frankfurter Fragmente greift den frühen ideologiekritischen Impuls der Kritischen Theorie wieder auf. Die Essays kommentieren Horkheimer, Adorno, Benjamin, Marcuse und jüngste Prozesse am Institut für Sozialforschung und reinterpretieren Begriffe der Frankfurter Schule wie Moderne, Geschichte, Staat, Dialektik, Identität und Antisemitismus im Kontext des 21. Jahrhunderts.

Über den Autor:
Stefan Gandler, geboren 1964, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften in Frankfurt am Main, wo er 1997 promovierte. Er ist Professor für Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie an der Facultad de Ciencias Políticas y Sociales der Universidad Autónoma de Querétaro. Außerdem ist der Autor permanenter Gastprofessor für Philosophie an der Universidad Nacional Autónoma de México und Leiter des Forschungsprojekts zur Kritischen Theorie des Nationalen Forschungsfonds Mexikos.

Di

03

Dez

2013

Studentische Texte zur Kritischen Theorie gesucht!

Der AKKT hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, studentischer Auseinandersetzung mit kritischer Theorie eine Plattform zu bieten. Zu diesem Zweck soll ein Reader enstehen, in dem von Studierenden selbstverfasste Texte, die sich mit kritischer Theorie befassen, gesammelt und anderen zugänglich gemacht werden. Darum rufen wir euch auf, bis zum 30.11.13 eure Texte an akkt@hotmail.de zu senden. Weitere Vorgaben, außer dass sich die Arbeit zentral mit der kritischen Theorie auseinandersetzen sollte, sind nicht an die Texte gestellt. Wir werden versuchen auch längere Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Arbeiten unterzubringen, aber auch Essays und andere Textarten sind gerne gesehen.

 

 

"Kritische Theorie ist nicht irgendeine Forschungshypothese, die im herrschenden Betrieb ihren Nutzen erweist, sondern ein unablösbares Moment der historischen Anstrengung, eine Welt zu schaffen, die den Bedürfnissen und Kräften der Menschen genügt. Sie zielt nirgends bloß auf Vermehrung des Wissens als solchen ab, sondern auf die Emanzipation des Menschen aus versklavenden Verhältnissen.
Die Philosophie, die bei sich selbst, bei irgendeiner Wahrheit, Ruhe zu finden meint, hat daher mit kritischer Theorie nichts zu tun."

 

Max Horkheimer,

Philosophie und Kritische Theorie